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U20-Weltmeisterschaften - Cali/Kolumbien, 1.-6. August 2022

Geschrieben von: Martin Moll
Read Time: 3 mins
Veröffentlicht: 20. August 2022

Die weite Reise in den Südwesten Kolumbiens, wo in Cali vom 1. bis 6. August die U20-Weltmeisterschaften stattfanden, hat sich für die drei nominierten Athleten aus der Region gelohnt. Alle drei haben im Stadion „Estadio Olimpico Pascuale Gurrero“ großartiges geleistet und gehörten zu den Besten in ihren Disziplinen. Während Weitspringerin Tabea Eitel vom TSV Köngen (LG Filder) im Regen von Cali im Finale auf den 8. Platz sprang, holten Kugelstoßer Tizian Lauria aus Stetten (VfL Sindelfingen) und Siebenkämpferin Sandrina Sprengel (LG Steinlach-Zollern) die ersten beiden Medaillen für das 75-köpfige DLV-Nachwuchsteam, das mit 1x Gold, 4x Silber und 3x Bronze im Medaillenspiegel deutlich schlechter abschnitt als vor einem Jahr in Tallinn/Finnland (15 Medaillen).
Als Weltjahresbester im Kugelstoßen (21,15 Meter) angetreten, galt Tizian Lauria als großer Medaillenkandidat. Dekoriert hat sich der 19-Jährige schließlich mit der Bronzemedaille. Es war der größte Erfolg und die erste internationale Medaille für Lauria, der nach etlichen emotionalen Hoch und Tiefs in den vergangenen 2 Jahren auf dem Höhepunkt seiner zu Ende gehenden Jugendzeit angekommen ist. Nach einem Fehlversuch und zwei 19 Meter-Stößen knackte Lauria im 4. Versuch mit 20,40 Metern erstmals an diesem Tag die 20 Meter-Marke und setzte sich mit dieser Weite an die zweite Position. Doch gleich im 5. Durchgang verdrängte ihn der Jamaikaner Lawrence Kobe mit 20,58 Meter vom Silberrang. Lauria konterte zwar im letzten Durchgang mit 20,55 Meter, doch am Ende fehlten 3 Zentimeter. Weltmeister wurde Tarik O´ Hagan (USA) mit 20,73 Meter. Der Deutsche U20-Meister Lukas Schober (SG Weißig), wurde überraschend Vierter mit 19,43 Meter.
„Ich bin super stolz auf meine Medaille bei meinem ersten internationalen Einsatz für Deutschland. Ich konnte meinen 1. Platz leider nicht verteidigen, aber das hat ein WM-Finale nun mal so in sich, dass alles passieren kann“, sagte Lauria nach der Siegerehrung zu seiner Medaille und fügte in einem Atemzug hinzu, “ heute hat es für Bronze gereicht, ich hoffe, in der Zukunft kommt irgendwann bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen noch Gold hinzu“.
Dass Tizian Lauria überhaupt dabei sein durfte, verdankte er der großen Geste des Deutschen Vizemeisters Maximilian Richter (LV Erzgebirge/20,14 Meter). Dieser hatte, zusammen mit dem Deutschen U20-Meister Lukas Schober (20,16 Meter) das Ticket für die WM bei den Deutschen Jugendmeisterschaften gelöst, dann aber seinen Platz zugunsten Lauria frei gemacht. Lauria durfte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften nur außer Wertung starten, weil er die Callroom-Zeit verpasst hatte. Den Weltbesten jedoch zuhause zu lassen, hätte man angesichts einer WM, kaum vertreten können. Nicht antreten durfte der Weißrusse Yanheni Bryhi, mit 20,36 Meter Zweiter der Weltjahresbestenliste.

Für Tabea Eitel haben sich in den vergangenen Wochen die Ereignisse überschlagen. Nach ihrem 6. Platz bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Siebenkampf, wurde die 18-jährige Reichenbacherin Mitte Juli völlig überraschend Deutsche Meisterin in ihrer Lieblingsdisziplin Weitsprung mit 6,48 Metern. Bereits 6 Tage später ging es mit dem DLV-Team und ihrem Heimtrainer Florian Bauder (TSV Köngen), der auch Bundestrainer im Bereich Nachwuchs-Mehrkampf ist, nach Florida in ein Vorbereitungstrainingslager und von dort direkt weiter nach Cali. Tabea Eitel blieb im Flow der letzten Wochen und hat dem Druck, der auf ihr lastete, standgehalten. Gleich mit dem ersten Sprung auf 6,21 Meter schaffte sie in der Qualifikation die geforderte Norm für das Finale der besten Zwölf. Mit der gleichen Weite qualifizierte sich auch die zweite Deutsche, Siebenkampfkollegin Libby Buder (SC Potsdam) für den Endkampf. Schade, dass im Finale drei Tage später die Vorboten eines Platzregens für nasse Bedingungen sorgten. Mit 6,18 Meter erzielte Eitel im 2. Versuch ihre größte Weite, die sie am Ende auf den 8. Platz brachte. Buder wurde mit 6,16 Meter Neunte. „Mit der Weite bin ich nicht zufrieden, mit der Platzierung absolut. Beim 2. Sprung bin ich etwas weggerutscht und hatte danach etwas Angst“, kommentierte Eitel ihren Wettkampf. Den WM-Titel sicherte sich Plamena Mitkova (Bulgarien) mit einem Sprung auf 6,66 Meter. Silber ging an Natalie Linares (Kolumbien) mit 6,59 Meter, Bronze an Marta Amani (Italien) mit 6,52 Meter.

 

Martin Moll

Monika Pletzer von der LG Filder wird Europameisterin im Berglauf - Juli 2022

Geschrieben von: Martin Moll
Read Time: 2 mins
Veröffentlicht: 20. August 2022

Monika Pletzer aus Frickenhausen liebt die langen Lauf-Distanzen. Weniger auf der Bahn, vielmehr auf der Straße oder besser noch, im Gelände. Am Wochenende hat die 37-jährige im Dress der LG Filder bei den European Masters Off Road Championchips, auf deutsch Europameisterschaften im Berglauf in La Feclaz (Frankreich) über 38 Kilometer souverän den Titel in der Alterskalsse W35 gewonnen. Ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte betrug dabei über 6 Minuten. Auf der beinharten Strecke mit vielen up and downs, musste Pletzer insgesamt 2.100 kräftezehrende Höhenmeter zurücklegen, bevor sie nach 4:05,34 Stunden als Gesamtzweite hinter der Britin Yill Stephen (4:01,88 Stunden) das Ziel erreichte. Mit dem Berglauf-Team Deutschland, dem Monika Pletzer seid 2021 angehört, holte die Läuferin vom TV Nellingen ihre zweite Goldmedaille.

Weiterlesen: Monika Pletzer von der LG Filder wird Europameisterin im Berglauf - Juli 2022

Deutsche U23-Meisterschaften - Bochum Wattenscheid, 24. Juli 2022

Geschrieben von: Martin Moll
Read Time: 3 mins
Veröffentlicht: 20. August 2022

Es hätten ein paar Plätze besser sein dürfen, doch am Ende war Alexander Niemela von der LG Teck mit dem 8. Platz über 800 Meter zufrieden. Er hatte es bei den Deutschen U23-Meisterschaften ins Finale geschafft, das war eigentlich schon ein Erfolg, zumal der 21-jährige mit der 10.schnellsten Zeit gemeldet war. In der Gluthitze im Bochumer Lohrheidestadion konnte sich Alexander Niemela am Samstag nach einem taktisch guten Rennen als zweiter seines Halbfinallaufs in 1:55,03 Minuten als Gesamt-Siebter direkt für das Finale qualifizieren.
Am Sonntag war Niemela nach einem schwachen Start im Teilnehmerfeld eingekeilt und musste sich auf kräftezehrende Positionskämpfe einlassen. Während in der zweiten Runde vorne zusehends das Tempo verschärft wurde, fehlten ihm auf den letzten 200 Metern die nötigen Körner, um mitzugehen.Seine Zeit von 1:55,29 Minuten passt in die bisherige Saisonbilanz mit einer Bestzeit von 1:53,61 Minuten. Auch seine persönliche Bestzeit von 1:52,23 Minuten aus dem vergangenen Jahr hätte, zumindest faktisch, nicht für die Medaillenränge gereicht. Aber man weis ja nie im voraus, wie so ein Meisterschaftsrennen taktisch verläuft. Den Titel gewann nach spannendem Finish Felix Wittmann (SG Eschweiler) in 1:50,32 Minuten vor Lorenz Herrmann (LG Karlsruhe/1:50,63) und Emil Meggle (LAC Freiburg/1:51,59).

Weiterlesen: Deutsche U23-Meisterschaften - Bochum Wattenscheid, 24. Juli 2022

Nathalie Werner beste Württembergische U16-Mehrkämpferin - Dagersheim, 23. Juli 2022

Geschrieben von: Martin Moll
Read Time: 2 mins
Veröffentlicht: 20. August 2022

Als Nathalie Werner vom ASV Aichwald bei tropischen Nachmittagstemperaturen im Dagersheimer Waldstadion zur Siegerehrung schritt, war ihr bereits klar, dass sie mit ihren 14 Jahren etwas Großes geleistet hatte. Ihr selbsterklärtes Ziel vor dem Wettkampf lautete, Württembergische Mehrkampfmeisterin im Vier- und Siebenkampf zu werden. Nun, ganz oben auf dem Siegerpodest, war die Mission erfüllt. Nathalie Werner ließ sich feiern und beglückwünschen, das hat sie absolut verdient. Dass bis dorthin ein hartes Stück Arbeit und auch etwas Glück hinter ihr lagen, weis sie zu schätzen und machen die beiden Wettkampftage umso wertvoller.
In einem hochspannenden und hochklassigen Wettkampf erzielte die zielstrebige und symphatische Schanbacherin zwei deutsche Spitzenergebnisse. Mit vier persönlichen Einzel-Bestleistungen katapultierte sich Werner sowohl im Vierkampf mit 2.093 Punkten als auch im Siebenkampf mit 3.608 Punkten an die zweite Position der aktuellen Deutschen W14-Schülerrangliste.

Weiterlesen: Nathalie Werner beste Württembergische U16-Mehrkämpferin - Dagersheim, 23. Juli 2022

Süddeutsche U23 und U16 Meisterschaften - Frankfurt, 19. Juni 2022

Geschrieben von: Martin Moll
Read Time: 4 mins
Veröffentlicht: 20. August 2022

Nathalie Werner vom ASV Aichwald hat bei den Süddeutschen Meisterschaften in Frankfurt bei tropischer Hitze kühlen Kopf bewahrt und ihr Leistungsvermögen mit drei persönlichen Bestleistungen abgerufen.
Im Weitsprung der W14 wurde die Schanbacherin mit neuer persönlicher Bestleistung von 5,29 Metern Süddeutsche Meisterin. Selten sah man eine Athletin mit solcher Konstanz: Fünf der sechs Sprünge landeten zwischen 5,22 und 5,29 Meter. Selbst der schlechteste Sprung von 5,17 Metern hätte zu Silber gereicht. Der zweite Platz ging mit dieser Weite an Josephine Engel (ASC Darmstadt). In der deutschen W14-Rangliste schob sich Werner auf Platz neun vor, nur 8 Zentimeter hinter der aktuell Führenden Milana Litau (SG Osterholzer LA).

Weiterlesen: Süddeutsche U23 und U16 Meisterschaften - Frankfurt, 19. Juni 2022

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  • Deutsche Jugendmeisterschaften - Ulm, 17. Juli 2022
  • Zehnkampf WM-Ausscheidung - Leverkusen, 10. Juli 2022
  • Baden-Württembergische Jugendmeisterschaften - Walldorf 25. Juni 2022
  • 11.06.22 Leinfelden
  • 23.07.23 Süddeutsche Meisterschaften U18 in Ludwigshafen

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